Wissenswertes über Porzellan

Ob mit edlen Dekoren verziert, farbenfroh bemalt oder ganz schlicht in Weiß: Porzellan begeistert in jeder Aufmachung. Nicht nur in klassischer Form, als Tischgeschirr, sondern auch als Accessoire, Vase oder kunstvolle Figur hat sich das “weiße Gold” längst etabliert.

Porzellan besteht überwiegend aus einem Gemisch aus Kaolin, Feldspat und Quarz. Der Name leitet sich vom italienischen Wort “porcellana” ab. So bezeichnet man Meeresschnecken, die eine porzellanähnliche Schale haben.

Jede Epoche bringt immer wieder einfallsreiche Designs mit sich. Alte Porzellanserien werden neu interpretiert, Alltagsporzellan, aber auch edles Geschirr bekommt einen modernen Anstrich. Der Ming-Drache war lange einer der beliebtesten Dekore überhaupt und zierte seit dem 18. Jahrhundert viele edle Geschirrserien. Die Porzellanmanufaktur Meißen brachte den Drachen wieder auf Teller und Tassen. Weißes Porzellan wird aber nach wie vor am meisten verwendet, weil es universell ist und ebenso zu einem großen Essen, wie auch zum täglichen Mittagstisch passt.

Die Herstellung von Porzellan wurde in China im Jahre 620 erfunden und das genaue Verfahren lange Zeit geheim gehalten. Die chinesische Porzellankunst wurde von den Europäern versucht nachzuahmen. Zu Beginn waren es Portugiesen und Spanier, die chinesisches Porzellan ins Abendland brachten. 1708 konnte in Europa eine neuartige Fertigungsart entwickelt werden. Der sächsische Kurfürst „August der Starke“ engagierte einen Apothekerlehrling, der aus Metall Gold herstellen wollte. Mit einem Wissenschaftler, der Brennspiegel baute und damit hohe Temperaturen erzeugte, machte er sich an die Schaffung des “Weißen Goldes”. Die ersten Exemplare des Meißner Porzellans sahen den asiatischen Vorbildern sehr ähnlich. Die Herstellung von echtem Porzellan gelang 1709. Als erste europäische Institution ihrer Art setzte die Albrechtsburg zu Meißen im Jahre 1710 sowie in der Formgebung als auch in der Gestaltung ein Musterbeispiel für alle weiteren Porzellanmanufakturen. Im gleichen Jahr wurde das Porzellan auf der Leipziger Messe angeboten. Im Laufe des 18. Jahrhunderts entstanden Produktionsstätte an allen herrschenden Fürstenhöfen. Später wurde Porzellan zum selbstverständlichen Teil der europäischen Alltagskultur. Im 20. Jahrhundert machte die Einführung von Tunnelbrandöfen und modernen Maschinen Porzellan ein für alle Mal zum Produkt für die Massen.

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